Die Kulturscheune in der Presse

Kulturscheune startet mit ihrem Programm „Unwillkürlich natürlich“

Sandra Otte präsentiert Lieder, wie sie das Leben schreibt

Quelle/Copyright: Nordwest Zeitung vom 08.06.2021

Text: Aloys Landwehr

Foto: Vesting

Das Programm der neuen Lastruper Kulturscheune war fertig gedruckt, das Haus noch nicht eingeweiht. Da bremste Corona die Verantwortlichen aus. Die geplanten Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

Am Freitag, dem 11.6.21, 19.30 Uhr, nun darf Verena Rammler, Verantwortliche für den Veranstaltungsbetrieb in der Kulturscheune, das Haus für die erste Kulturveranstaltung öffnen. Mit Witz, Charme und warmer, klarer Stimme will die SingerSongwriterin Sandra Otte in ihrem Programm „Unwillkürlich natürlich“ das menschliche Naturell unter die Lupe nehmen und das nur allzu Menschliche in ihren deutschsprachigen Texten mit eingängigen Melodien zu kleinen Geschichten verpacken.
Schmunzeln ist hierbei sicher vorprogrammiert, denn alles, worüber sie in ihren Liedern singt, hat wohl schon nahezu jeder so oder so ähnlich erlebt.

2009 schrieb die Sängerin ihre ersten eigenen deutschsprachigen Lieder, denen dank ihres Wortwitzes immer schon eine Prise Humor innewohnten. Dies feilte sie über die Jahre immer weiter aus, beleuchtet dabei mit feiner Beobachtungsgabe die kleinen, amüsanten Wahrheiten unseres Miteinanders und schlüpft hierbei mit einem Mienenspiel, das Seinesgleichen sucht, gerne in die Rolle der im Songtext besungenen Person.

[…]
Mit ihrem Programm „Unwillkürlich natürlich“, bei dem sie sich mit ihrer Gitarre begleitet, holt sie ihr Publikum ab, versetzt es in Momente des „Sich-Wiedererkennens“ oder gar des „Ertapptseins“, des Schmunzelns und des Genießens. Alles in allem verspricht es einen amüsanten, heiteren und warmherzigen Konzertbesuch, bei dem die Besucher in die Welt des zwischenmenschlichen Alltages abtauchen.
[…]

Außerhalb des Sitzplatzes muss eine medizinische Maske angelegt sein, am Platz darf man ohne Maske sitzen. Die Abstände werden natürlich eingehalten.
Es können maximal 40 Personen teilnehmen. Tickets zum Preis von 15 € inkl. Getränk (Eröffnungs-Special) erhält man unter Tel. 04472890024, Email rammler@lastrup.de oder auf www.kulturscheunelastrup.de.

Kulturscheune bricht den Corona-Bann

Sandra Otte macht den Konzert-Auftakt
 
Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung vom 03.06.2021
Text/Foto: Georg Meyer
 

Späte Premiere in Lastrup: Mit mehrmonatiger Verspätung startet die Kulturscheune in Kürze ihr Jahresprogramm. Den Auftakt macht Sandra Otte. Am 11. Juni (Freitag) steht die Liedermacherin aus Wildeshausen auf der Bühne. Karten für das Konzert sind noch zu haben.

Dass Corona der ersten größeren Veranstaltung seit gut einem Jahr noch einen Strich durch die Rechnung macht, glaubt Verena Rammler nicht. „Die Inzidenzzahlen gehen ja jetzt steil nach unten und ich glaube, das wird so bleiben“, gibt sich Lastrups Kulturbeauftragte zuversichtlich. In der Vergangenheit hat sie ihre Zeit vor allem damit verbracht, geplante Auftritte zu verschieben und die Künstler zu vertrösten. Damit soll es jetzt hoffentlich vorbei sein.

Rund 40 Gäste dürfen das Konzert von Sandra Otte besuchen. Alle müssen beim Einlass einen bestätigten negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Ein Selbsttest reicht nicht aus. Testmöglichkeiten bestehen noch am Konzerttag in der Kulturscheune (8.30 Uhr bis 12.30 Uhr) und beim Deutschen Roten Kreuz in Lastrup (17 bis 20 Uhr). Kurzentschlossene können deshalb Tickets auch an der Abendkasse erwerben. [Anmerkung: Die Testpflicht entfällt ab dem 03.06.2021, solange der Inzidenzwert stabil unter 35 bleibt.]

Vor und im Saal gelten die AHA-Regeln. „Wer auf seinem Platz sitzt, darf seine Maske aber abnehmen“, erklärt Verena Rammler, die zugibt, bereits ein bisschen nervös zu sein. Ein Abend mit Publikum ist das, worauf die Rathausmitarbeiterin seit gefühlt einer Ewigkeit hingearbeitet hat. Weil der Lockdown in der ersten Jahreshälfte das gesellschaftliche Leben komplett lahmlegte und ein schnelles Ende lange Zeit nicht absehbar war, hielten sich die Kulturfreunde mit ihren Bestellungen deutlich zurück. Rammler hofft, dass das Interesse jetzt sprunghaft ansteigt. „Jeder möchte doch raus und einen schönen Abend mit Menschen und Musik verbringen.“
Ganz durchgeplant hat die Event-Verantwortliche das Programm für 2022 aber noch nicht. Wegen der vielen Verschiebungen stehen aber bereits einige Termine für das kommende Jahr fest. Rammler möchte im Herbst außerdem die Kulturbörse Nordwest in Oldenburg besuchen, auf der sich Künstler vorstellen und direkt gebucht werden können. „Ich mag an der Messe vor allem, dass viele von ihnen aus der Region stammen.“ So wie Sandra Otte.
Für die Wildeshauserin wird das Konzert in Lastrup bereits der zweite Auftritt vor größerem Publikum sein. Kommenden Samstag spielt sie in der Kulturmühle Berne auch Songs, die sie
während der Corona-Pause geschrieben hat. Mit der Pandemie beschäftigen sich ihre Texte aber nicht. Davon dürften die Zuhörer ohnehin genug haben, findet sie und nimmt lieber die zwischenmenschlichen Beziehungen unter die Lupe. Mit feiner Ironie spart die ausgebildete Physiotherapeutin und Kinesiologin dabei nicht. Die Zeit ohne Auftritte hat sie dank eigener Praxis relativ gut überstanden. „Da geht es mir besser als meinen Kolleginnen und Kollegen, die von ihrer Kunst leben müssen.“ Elf Konzerte sind im Laufe des Jahres geplant. Ein Video hat Otte gerade abgedreht. Am meisten freue sie sich auf die Rückkehr des gesellschaftlichen Lebens und die Begegnung mit Menschen, sagt die Musikerin.
 
2020 hatte die Gemeinde Lastrup das Bürgerhaus mitsamt Kulturscheune nur in kleinem Kreis einweihen können. Neugierige, die seitdem einen Blick hineinwerfen wollten, führte Verena Rammler bereitwillig durch die restaurierten Räume. Neben dem Kulturbüro und dem Standesamt hat dort auch der örtliche Heimatverein ein Domizil samt Archiv gefunden. Aber auch alle anderen Gruppen und Vereine sollen das ehemalige Wohnhaus für ihre Aktivitäten nutzen dürfen. Ein großer Tag der offenen Tür war bisher nicht möglich. „Wir haben ihn aber weiter auf dem Schirm“, betont Verena Rammler. Ein Termin steht noch nicht fest.
 
Info: Tickets für den Auftritt von Sandra Otte gibt es zu den regulären Öffnungszeiten in der Kulturscheune oder online unter der Adresse www.kulturscheunelastrup.de. Kosten: 15 Euro. Ein Gratisgetränk ist im Preis inbegriffen. Der Einlass beginnt um 19 Uhr, das Konzert dann um 19.30 Uhr.

Lastrup: Apotheke testet bald jeden Freitagvormittag

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung vom 18.05.2021

Text: Georg Meyer

 

Die Gemeinde Lastrup weist nochmals auf die Corona-Testmöglichkeiten hin. Die beiden Testzentren befinden sich in der Kulturscheune und in der DRK-Bereitschaft an der Brinkstraße.

In der Kulturscheune testet die Apotheke am Markt mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr. Freitags steht der Service von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr zur Verfügung. Das ändert sich ab dem 21. Mai. „An diesem Tag wird praktisch durchgetestet, danach finden die Freitagstestungen vormittags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr statt“, erklärt Verena Rammler. Damit gehe die Apotheke auf Bürgerwünsche ein. Samstags ist die Kulturscheune von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr besetzt.

Bei hoher Frequentierung würden im Internet weitere Zeitfenster zugeschaltet, sagt Rammler. „Wir versuchen aber möglichst wenig Leerlauf zu haben, deshalb warten wir, bis die Termine voll sind und schalten nach und nach frei.

In den Räumen des DRK wird jeweils montags und dienstags von 18 bis 20 Uhr getestet. Freitags beginnen die Helfer bereits eine Stunde früher.

Die Termine noch einmal im Überblick:

Test-Termine für die Kulturscheune: Mi: 16:30-18:30 Fr: 08:30-12:30 Sa: 09:30-12:30

Test-Termine des DRK: Mo: 18:00-20:00 Di: 18:00-20:00 Fr: 17:00-20:00

Starke Stimmen werben für Gleichstellung

Caritas-Verein präsentiert Ausstellung

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung vom 06.05.2021

Text: Claudia Wimberg

Fotos: Simone Ahlers

Inklusion bedeutet für Michaela (49) aus Friesoythe „mehr Angebote von Bildungsträgern, um Lesen und Schreiben besser zu lernen.“ Für Ralf (56) aus Löningen bedeutet sie „nicht für, sondern mit Menschen mit Behinderung städtebaulich zu planen“. „Dass jeder Mensch dazugehört, so wie er ist“, definiert Tobias (27) den Begriff. Für Anastasia und Ludmilla (36) ist das Ziel erreicht, wenn sie „in jedem Fachgeschäft genauso wie jeder andere Kunde beraten und behandelt werden“. „Deine Stimme für Inklusion – mach mit“, lautet das offizielle Motto anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. […]

Menschen mit Beeinträchtigungen unterschiedlichen Alters und in unterschiedlichen Lebenssituationen sollten mitteilen, was Inklusion für sie bedeutet, welche Bedürfnisse sie haben und welche Verbesserungen geschaffen werden müssten […] Caritas-Seelsorgerin Irene Block [freut sich] über ein „spannendes Projekt“, das sie mit Kollegin Nina Hobbie, zuständig für Marketing und Kommunikation, organisierte.

Die 33 Stimmen, die mit ebenso vielen großformatigen Porträts in Szene gesetzt sind, gehen nun als Ausstellung auf Wanderschaft und verwandeln in den 13 Städten und Gemeinden alle Rathäuser sowie das Kreishaus zu „Museen des Monats“. Zum Auftakt im Juni 2021 kann man sich in Lastrup ein Bild machen, zum Abschluss im Juni 2022 in Molbergen. […] Heute noch existierende Barrieren durch die Schaffung von Grundlagen zu begegnen, „damit sie morgen gar nicht mehr entstehen können“, müsse ein gesamtgesellschaftliches Bestreben sein. […]

Info: Die Wanderausstellung des Caritas-Vereins […] ist auch online abrufbar. Fotos, Zitate und tiefer gehende Gedanken aller Beteiligten können unter meinestimmefürinklusion.de angesehen werden. DIe Ausstellung findet im Juni 2021 im Bürgerhaus statt.

Kulturscheune verschiebt weitere Auftritte

Corona wirft Veranstaltungskalender in Lastrup durcheinander/  Situation für die Künstler bleibt schwierig

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung vom 22.04.2021

Text: Georg Meyer

Foto: Hanno Endres

Verena Rammler hat es wahrlich nicht leicht. Die Kulturbeauftragte der Gemeinde Lastrup benötigt zurzeit starke Nerven, denn das von ihr sorgsam aufgebaute Veranstaltungsprogramm scheint auch in diesem Jahr weitgehend der Coronakrise zum Opfer zu fallen. Nachdem der Start im März bereits verpasst wurde, muss die Rathausmitarbeiterin jetzt weitere Terminverschiebungen ankündigen.

Auch der gemeinsame Auftritt von Schauspieler Christoph Tiemann und dem „Theater Ex Libris“ kann nicht wie geplant stattfinden. Eigentlich wollte das Ensemble sein Live-Hörspiel des Stevenson-Klassikers „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ am 28. April in der Kulturscheune aufführen. Das sei angesichts der aktuellen Pandemiesituation aber nicht mehr möglich, bedauert Rammler. Die Veranstaltung wurde auf den 9. September verschoben – immerhin dieses Jahres. Soweit reicht der Optimismus noch.

Deutlich länger warten müssen die Lastruper dagegen auf den Musicalabend des Duos „Voice Passion“. Es sollte am 8. Mai mit dem Programm „By Candlelight“  zu Gast im bislang weitgehend ungenutzten Veranstaltungszentrum der Gemeinde sein. Die Kerzen werden nun erst im kommenden Jahr angezündet. Das Konzert soll am 22. April 2022 nachgeholt werden.

Für die Künstler sei die Situation weiterhin sehr schwierig, sagt Christoph Tiemann. Er hatte sich auf seinen Auftritt in Lastrup gefreut. Dabei ist es ihm fast egal, wie viele Zuschauer dabei gewesen wären. „Jeder von uns brennt doch dafür, vor Publikum zu stehen.“ Stattdessen sei er „mal wieder“ vor allem mit „Absagemanagement“ beschäftigt. Rund hundert Buchungen dürften ihm bislang durch die Lappen gegangen sein, schätzt der Münsterländer. Für diejenigen, die mit Kunst und Kultur ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, sei auch das zweite Coronajahr frustrierend. „Als Einzelkünstler kann man sich meist noch helfen. Wer aber laufende Kosten hat, weil er einen oder mehrere Mitarbeiter bezahlen muss, erlebt das alles als unglaubliche existentielle Belastung.“ […]

Durch die Krise kommen jetzt jene am besten, die mit ihrem Angebot breit aufgestellt sind. Christoph Tiemann etwa schreibt Texte für das Radio und arbeitet auch als Sprecher und Moderator, unter anderem beim WDR. Festangestellt ist er dort aber nicht. „Ich darf jedoch nicht klagen“, betont er. Die Hoffnung, dass die Flaute in diesem Jahr zu Ende gehen würde, hat sich bislang nicht erfüllt. Tiemann stellt um sich herum eine wachsende Ungeduld fest. […]

Für die Lastruper Kulturscheune findet der Künstler nur lobende Worte. „Es ist toll, dass die Veranstalter die Hoffnung nicht aufgeben und uns die Stange halten.“  Ob aufrüttelnd oder einfach unterhaltsam: Kunst gebe den Menschen Impulse für ihr Leben, betont er. Und ein voller Saal habe für ihn eine geradezu „magische Qualität.“

Pro Maske Geld für den guten Zweck

Apotheke spendet 4500 Euro an Bürgerverein, Feuerwehr und Hospiz

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung vom 15.04.2021

Text/Foto: Georg Meyer

4500 Euro hat Apothekerin Kirsten Brake am Mittwoch für wohltätige Zwecke gespendet. Das Geld stammt aus dem Eigenanteil, den Risikopatienten beim Kauf von Corona- Schutzmasken leisten mussten. Jeweils 2000Euro erhalten die Freiwillige Feuerwehr Lastrup sowie der Verein Bürger für Bürger. Über 500 Euro freut sich Heike Büssing, Geschäftsführerin des Hospizes „Wanderlicht“. „Es lag unseren Kunden besonders am Herzen“, berichtet Kirsten Brake. Seit Beginn des Jahres erhalten Risikopatienten gegen einen geringen Eigenanteil von zwei Euro sechs FFP2-Masken in ihrer Apotheke vor Ort. […]

Für den Verein Bürger für Bürger nahmen Conrad Meyer und Rudolf Brinkmann die Spende dankend in Empfang. Der Verein unterstützt Menschen vor Ort, die unverschuldet in eine soziale Schieflage geraten sind. Die Hilfe sei unbürokratisch und direkt, erklärt Meyer. Sein Vorstandskollege Brinkmann glaubt, dass im Zuge der Pandemie künftig mehr Einheimische auf Unterstützung angewiesen sein werden.

Am Mittwoch nahm die Apotheke auch den Schnelltestdienst in der Kulturscheune auf. Damit haben Testwillige neben dem DRK eine zweite Anlaufstelle in Lastrup. Eine Anmeldung ist über die Homepage der Gemeinde möglich (www.lastrup.de).

Anmerkung: Unterstützt wird die Apotheke am Markt bei den Corona-Schnelltests von der freiwilligen Feuerwehr Lastrup.

Künstler hoffen auf die zweite Jahreshälfte

Kulturscheune muss Auftritt verschieben

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung vom 09.04.2021

Text: Georg Meyer; Foto: Geelvink

Die Pandemie schränkt das Kulturleben im Südkreis weiterhin stark ein. Wie Verena Rammler aus dem Lastruper Bürgerhaus mitteilt, muss der für den 17. April geplante Abend „Träum weiter…“ mit der Cellistin Katrin Geelvink verlegt werden. Neuer Termin ist der 21. Januar 2022.

„Die bereits gekauften Tickets behalten natürlich ihre Gültigkeit oder können bei mir zurückgegeben werden“, sagt Rammler. Die Kulturbeauftragte der Gemeinde hat erneut ein schwieriges Jahr vor sich. 2020 waren fast sämtliche Termine ausgefallen. In diesem Jahr sollte das eigentlich nicht passieren. Ende März allerdings fiel bereits die Auftaktveranstaltung flach. Auch für Christoph Tiermann und das Theater ex Libris, die am 28. April in der Kulturscheune auftreten sollen, sieht es zurzeit eher düster aus. Optimistischer ist Rammler für die zweite Jahreshälfte. „Dann sollte eigentlich wieder etwas gehen, zumal wir genügend Platz haben.“ Mit 30 bis 40 Zuschauern pro Abend wäre sie schon sehr zufrieden. „Wichtig ist, dass wir unsere Kulturscheune endlich nutzen können.“

Allerdings hätten sich die Lastruper zuletzt mit Ticketbestellungen zurückgehalten, was Rammler auf die hohen Infektionszahlen zurückführt.

Die Veranstalter, mit denen sie es telefonisch zu tun hat, sind die Absagen längst gewohnt. Mit den betroffenen Künstlern hat Verena Rammler seltener Kontakt. Wie es ihnen geht, kann sie nur vermuten. „Für sie ist es natürlich eine wirtschaftlich schwierige Zeit.“

Immerhin: Alle ausgefallenen Auftritte sollen kommendes Jahr nachgeholt werden. Den Veranstaltungskalender 2022 haben die Lastruper dafür bewusst noch nicht komplett durchgeplant. […]

Lastruper Kulturprogramm soll erst im März starten

Wegen des Lockdowns kommt es zu Verschiebungen im Terminkalender. Ein Comedien macht dann den Anfang in der Lastruper Kulturscheune.

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung vom 27.01.2021

Text: Georg Meyer Foto: Ollis Haas

Warum gibt es keine Politessen mit Tourette?“ Martin Fromme, der Comedien mit dem „appen Arm“ hinterfragt in seinem Programm „Glückliches Händchen“ Vorurteile über Behinderte und spart dabei nicht mit Selbstironie. Die Frage, wann ihm Corona wieder die Rückkehr auf die Bühne erlaubt, dürfte dem Künstler zurzeit aber wohl am meisten auf der Seele brennen.

Frommes eigentlich für Ende Februar geplanter Auftritt in Lastrup musste in den [Oktober] verlegt werden. Verena Rammler, die in der Kulturscheune die Fäden zieht, hofft aber, dass die Pandemielage Auftritte in zumindest kleinerem Rahmen schon deutlich früher wieder möglich macht. Für die meisten Veranstaltungen sind noch Tickets zu haben. Maximal 40 Besucher dürfen sich in dem Veranstaltungsraum versammeln. Die Hygiene- und Abstandsregeln müssen wohl noch lange eingehalten werden. Rammler glaubt aber, dass ihr Konzept funktioniert.

Zwei weitere Terminverschiebungen stehen ebenfalls schon fest.  So wird der musikalische Abend mit  Esther Lorenz und Peter Kuhz erst im September stattfinden. Eigentlich sollte das Duo vergangene Woche den Auftakt für das neue Kulturjahr bilden. Und auch Christoph Tiemann und das Theater ex Libris müssen warten. Neuer Termin für das Literatur-Ensemble  ist der 28. April. Erster Akteur soll jetzt am 26. März der deutsch-koreanische Stand-up-Comedien Ill-Young Kim sein.

Verena Rammler hofft, dass es sich um die letzten Verschiebungen handelt. „Das wäre auch im Sinne der Künstler, die es seit gut einem Jahr sehr schwer haben“.

Die Kulturbeauftragte der Gemeinde hatte sie Anfang 2020 verpflichtet und steht seitdem mit ihnen in Kontakt. Natürlich werde gejammert, das allerdings auch zu Recht, berichtet sie. „Manche betreiben die Kleinkunst nur als Hobby. Denen macht das Auftrittsverbot nicht so viel aus. Sie vermissen nur das Gefühl, vor Leuten zu stehen.“ Andere aber müssten von ihrer Kunst leben. Sie tingeln normalerweise das ganze Jahr über durchs Land und sind auf Gastspiele in Lastrup und anderen kleineren Orten angewiesen. „Für sie ist diese Zeit wirklich hart. Sie sind existenziell betroffen und halten sich irgendwie über Wasser.“

Vor einem Jahr, kurz vor Beginn des ersten Lockdowns, hatte Verena Rammler die Kulturbörse in Freiburg besucht und danach das Jahresprogramm zusammengestellt. Viel stattgefunden hat davon bisher aber nicht, weshalb die meisten damals verpflichteten Künstler in diesem Jahr eine neue Chance bekommen sollen. Die Börse gab es im Januar auch nur in digitaler Form. Für die Rathausmitarbeiterin ist das nicht dasselbe. „Wenn man die Künstler live sieht, lässt sich viel leichter entscheiden, ob sie für die Kulturscheune geeignet sind.“ Bei den aktuell Gebuchten ist sich Verena Rammler aber sicher. „Wir haben eine gute Mischung gefunden.“

Jetzt müsse sie sich den Lastrupern nur noch zeigen dürfen.

Info: Wer die verschobenen Termine trotz Ticketkauf nicht mehr wahrnehmen kann, erhält das Geld zurück (Tel. 04472/2890024 oder rammler@lastrup.de).

  • Ill-Young Kim Stand-up-Comedy, Freitag, 26. März, Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 19 Uhr.
  • Katrin Geelvink Humor und Cello, Samstag, 17. April, Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 19 Uhr.
  • Christoph Tiemann und das Theater ex Libris, Mittwoch, 28. April, 19.30 Uhr.
  • Voice Passion by Candlelight Balladen und Classic Hits (Sopran/Tenor), Samstag, 8. Mai, 19.30 Uhr, Einlass: 19 Uhr.
  • Sandra Otte „Unwillkürlich natürlich“, Musikabend, Freitag, 11. Juni, Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 19 Uhr.
  • El Mago Masin Musikcomedy, Freitag, 16. Juli, Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 19 Uhr.
  • Esther Lorenz/Peter Kuhz Bossa Nova, Bolero und sephardische Lieder. Freitag, 18. September, Beginn: 20 Uhr, Einlass: 19.30 Uhr.
  • Martin Fromme Comedy, Samstag, 23. Oktober, Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 19 Uhr.
  • Johannes Floehr Comedy, Donnerstag, 18. November, 19.30 Uhr. Einlass: 19 Uhr.

Kultur unterm Baum

Gemeinde Lastrup bietet noch Tickets an

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 19.12.2020

Text: Georg Meyer; Foto: Verena Rammler

Auch wenn das Rathaus in Lastrup inzwischen wieder für den Publikumsverkehr geschlossen hat, können Kulturfreunde weiterhin Tickets für Veranstaltungen im kommenden Jahr kaufen. Darauf weist Verena Rammler hin. Die Kulturbeauftragte der Gemeinde ist bis einschließlich Dienstag, 22. Dezember, im Bürgerhaus anzutreffen. Trotz des erneuten Lockdowns bleibt der Terminplan unverändert. „Noch sehen wir keinen Grund, etwas zu verschieben“, sagt Rammler. Ausschließen kann sie das aber nicht.
Den Auftakt des Kulturjahres soll das Duo Esther Lorenz und Peter Kuhz am 22. Januar machen. Die beiden Berliner nehmen ihre Zuhörer auf eine musikalische Reise in die spanisch- und portugiesischsprachige Welt. Am 4. Februar wird das „Theater ex libris“ folgen. Insgesamt sind neun Veranstaltungen geplant. Für alle seien noch Karten zu haben, bestätigt Verena Rammler. Passend dazu bietet sie einen Mund-Nasen-Schutz im Kulturscheune-Design an. Denn natürlich dürften die Hygienemaßnahmen auch im nächsten Jahr so schnell nicht aufgehoben werden.

Kultur im Jahr 2021:                                 Bürgermeister ist optimistisch

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 19.10.2020

Text: Georg Meyer; Foto: Verena Rammler

 

[…] die im November angesetzten Auftritte sollen – so der aktuelle Stand – weiterhin stattfinden. Für den Comedyabend mit Newcomer Johannes Floehr am Samstag, 7.11., gibt es noch einige Tickets […].

Am Dienstag, 17.11., inszeniert der Münsteraner Schauspieler und Autor Christoph Tiemann die Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ als Live-Hörspiel. Auch dafür sind Karten zu haben. Verena Rammler ist überzeugt, dass die Infektionsgefahr in der Kulturscheune beherrschbar bleibt. Mitte September gastierte die Kabarettistin Katinka Buddenkotte bereits dort. „Unser Sicherheitskonzept hat gegriffen und die Besucher verhielten sich sehr diszipliniert“ […]

Sieben Künstler [sind] für die erste Jahreshälfte 2021 gebucht. Den Anfang macht das Berliner Duo Esther Lorenz und Peter Kuhz. Im Gepäck haben sie portugiesische und spanische Musik […]. Im Februar folgt mit Martin Fromme ein Kabarettist, der die Kritiker bundesweit mit seinem trockenen, nicht selten schwarzen Humor begeistert. Ähnlich geht es bis zum Juli weiter (siehe Programmliste). Die Karten möchte Verena Rammler möglichst vor Weihnachten anbieten. […]

Das Kunst- und Kulturfest und der OM-Familientag stehen am ersten Septemberwochenende an. […] Was derzeit unvorstellbar klingt, ist für Michael Kramer aber keine Utopie. „Ich hoffe, dass wir bis dahin einen Impfstoff haben.“ […]

Und auch der Tag der offenen Tür im neuen Bürgerhaus soll irgendwann nachgeholt werden. Inzwischen erfüllen die Lastruper das Haus bereits mit Leben. Sollte die Pandemie überwunden sein, kann auch das geplante Vereinscafé in der Kulturscheune starten. Vereine und Gruppen sollen an den Sonntagen dort Kaffee und Kuchen verkaufen dürfen, um die eigene Kasse aufzubessern und gleichzeitig Werbung für sich zu machen. Die Nutzung ist – wie alles im Haus – kostenfrei. „Das Nest ist gemacht“, sagt Michael Kramer.

Ganzer Text? www.lastrup.de und auf der Seite der Münsterländischen Tageszeitung.

Anmerkung: Die Auftritte von Johannes Floehr und Christoph Tiemann mit dem Theater ex libris wurden aufgrund der derzeitigen Lage um die Covid-19-Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit oder können im Bürgerhaus zurückgegeben werden.

Lastruper erhalten Infos aus erster Hand

Neues Büro bündelt kulturelle Angebote/ Vereine nutzen Bürgerhaus bereits rege

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 17.10.2020 

Text/Foto: Georg Meyer

Lastruper, die sich über die Angebote der Gemeinde informieren wollen, haben jetzt eine zentrale Anlaufstelle: Das Bürgerbüro im frisch renovierten Bürgerhaus ist ab Montag geöffnet. Ihren neuen Arbeitsplatz hat Verena Rammler weitgehend eingerichtet. […] Schon jetzt fühlt sie sich pudelwohl. „Die Räume sind einfach toll, das sagt jeder, der das Bürgerhaus besucht.“

Das Büro wurde im Untergeschoss untergebracht, direkt neben dem Trauzimmer. Ein barrierefreier Zugang ist über den Eingang zur Kulturscheune möglich.

Wer eine Verwaltungsangelegenheit erledigen muss, beispielsweise einen neuen Pass benötigt, kann damit weiterhin zum benachbarten Rathaus gehen. „Wir wollten die Aufgaben voneinander trennen, um den Service für unsere Bürger zu erhöhen“, erklärt Michael Kramer.

Der Bürgermeister freut sich, dass Verena Rammler den Job übernommen hat. „Sie ist offen und sympathisch und hat ein Gespür dafür, was bei den Lastrupern ankommt.“ Denn die Herzlakerin […] ist jetzt für den gesamten Kulturbetrieb zuständig. Im Mittelpunkt steht natürlich die Kulturscheune, in der – zumindest nach Corona – einmal monatlich eine Veranstaltung stattfinden soll. Nur auf das Zentrum werde sich das kulturelle Leben in Lastrup aber nicht konzentrieren, betont Kramer. Mit Hilfe der Gemeinde sollen auch die Dörfer größere Events anbieten können, ohne dabei finanzielle Risiken eingehen zu müssen.

Das Bürgerhaus darf übrigens von jedem Verein genutzt werden. Die Nachfrage sei bereits groß, berichtet Verena Rammler. Die beiden Versammlungsräume bieten technisch alle Möglichkeiten. Feierlichkeiten, etwa Hochzeiten, Geburtstage oder Bälle, sind in dem Gebäude jedoch nicht möglich. „Wir wollen den Wirten keine Konkurrenz machen“, sagt Kramer.

„Sterbe lieber auf der Bühne als vorm PC“

Johannes Floehr glaubt, dass jeder Mensch Humor hat – einige könnten ihn aber besonders gut verstecken

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Auszug aus einem Interview vom 10.09.2020                                                   Text: Georg Meyer; Foto: Fabian Stuertz

Im November tritt der preisgekrönte Poetry-Slamer und Buchautor in der Lastruper Kulturscheune auf. Das Publikum dürfe die Künstler jetzt nicht hängenlassen, sagt er.

Ihr Soloprogramm heißt „Ich bin genau mein Humor“. Würden Sie diesen Humor – und damit sich selbst – ein bisschen beschreiben?

Den eigenen Humor selbst beschreiben ist schwierig, aber ich sag mal: Ich mag es, wenn Pointen nicht vorhersehbar sind und überraschen. […] Wenn ich mich frage: Was soll das? Wie kommt man denn auf SOWAS? Da werde ich wach, das interessiert mich und so versuche auch ich humortechnisch zu arbeiten. Kurzweilig, aber trotzdem bisweilen mit Tiefgang. […]

Sie gehen ganz selbstverständlich mit den neuen Medien um, haben etwa ein Projekt auf Twitter gegründet. Werden Künstler irgendwann auf anstrengende Reisen – etwa nach Lastrup – verzichten und ihr Publikum nur noch via Netz erreichen?

Live-Auftritte werden nie durch Online-Angebote ersetzt werden können und – um ein altes Künstlerklischee aufzugreifen – ich möchte auch lieber auf der Bühne sterben, als vor dem Computer in einem Chat- Raum. […] Bei mir gibt es aber keine strikte Trennung zwischen dem Humor auf der Bühne und im Netz, vielmehr versuche ich, beides zu verbinden. […]

Woran arbeiten Sie zurzeit?

Ich genieße jede Show, die stattfinden kann und hoffe, am Ende „der Situation“ nicht vollkommen wahnsinnig und/oder pleite zu sein. Ansonsten arbeite ich an meinem nächsten Buch. Das stimmt zwar nur so halb, aber bei Autoren ja irgendwie immer. Mir wird schon irgendwas einfallen.

Das ganze Interview gibt es ungekürzt auf der Homepage der Münsterländischen Tageszeitung.

Komische Premiere in der Lastruper Kulturscheune

Veranstaltungen starten am 18. September mit dem Kabarettprogramm „Liebling der Schwerkraft“

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 10.09.2020       Text/Foto: Aloys Landwehr

Mit einem Eröffnungs-Special startet am Freitag, 18. September, um 20 Uhr das Kulturprogramm in der neuen Kulturscheune im Lastruper Bürgerhaus. Die Bestseller-Autorin und Kabarettistin Katinka Buddenkotte aus Köln gastiert dann mit ihrem Programm „Liebling der Schwerkraft“ in Lastrup. Der Eintritt beträgt zwölf Euro. „Wegen der Corona- Beschränkungen können wir 60 Personen zulassen“, erläutert Verena Rammler, die als Sozialkoordinatorin die Veranstaltungen im Bürgerhaus koordiniert und organisiert.

In ihrem neuen Programm „Liebling der Schwerkraft“ erklärt die Autorin und Kabarettistin, wie man den Alltag als Fallsüchtige meistert, Suchmaschinen nachhaltig zerstört und jeden Kurztrip zu einer Expedition in die Vorhölle ausbaut. Zwischendurch gibt es wertvolle Tipps gegen Selbstoptimierung, Kleidergrößenwahn und Ziermöbel, heißt es in der Programmankündigung. Ihre Texte sind zynisch, skurril und witzig. Sie beobachtet genau, überzeichnet gnadenlos und bleibt doch liebenswürdig. Karten für die Aufführung sind bei Verena Rammler unter der Telefonnummer 04472/890024 erhältlich.

Für die Organisation im Bürgerhaus ist Verena Rammler zuständig. Sie möchte auch in Zukunft ein kleines, feines Kulturprogramm installieren. Bereits am 2. Oktober gastiert El Mago Masin, Liedermacher mit Peter-Pan-Syndrom, mit seinem Programm „100 Jahre Liegestuhl“ in der Kulturscheune.

Am 7. November kommt Johannes Floehr, 29-jähriger Satiriker, Moderator, Autor und Slam-Poet aus Krefeld mit seinem Programm „Ich bin genau mein Humor“ nach Lastrup, während am 17. November der Hemmelter Alexander Rolfes zusammen mit zwei Kollegen „Jekyll und Hyde“ als Live-Hörspiel aufführt.

Verena Rammler hofft jetzt natürlich, dass die Veranstaltungen bei den Kunstfreunden ankommen. „Wir haben uns für ein junges Programm mit viel Humor entschieden. Ich bin sicher, dass sich das viele Kulturfreunde nicht entgehen lassen möchten“, sagt die Sozialkoordinatorin.

„Menschen sollen kommen und einkehren“

Lastruper Bürgerhaus im kleinen Kreis eingeweiht

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 10.08.2020  Text/Foto: Aloys Landwehr

Lastrup. Ganz anders, als von den Verantwortlichen angedacht, wurde das Lastruper Bürgerhaus eingeweiht. Als denkmalgeschütztes Bürgerhaus soll es Veranstaltungsraum und Treffpunkt aller Vereine und Bürger werden. Deshalb sollten möglichst viele an der Einweihung teilnehmen.

Doch die Coronakrise ließ nur die Einweihung in kleinem Kreis in der neuen Kulturscheune und einen Rundgang durch das Gebäude in Kleingruppen zu. Was die Offiziellen dabei zu sehen bekamen, war durchaus ein Beispiel gelungener Sanierung, bei der das Alte erhalten und mit neuen Elementen geschickt kombiniert worden war.                                                                                                                        „Wir haben hier keine Klimaanlage, denn die gab es früher auch nicht“, so Bürgermeister Michael Kramer, der bei großer Hitze in der Kulturscheune des Bürgerhauses etwa 40 Gäste, unter ihnen Silvia Breher MdB und Christoph Eilers MdL sowie Ehrenbürgermeister Josef Lübke, der auch Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung ist, begrüßen konnte. „Der Rat hat 2014 mit dem Beschluss, das der Familie Meiners gehörende Haus aus dem Jahr 1902 zu kaufen, Mut bewiesen“, so Kramer, der es als glückliche Lösung bezeichnete, die Sanierung dieses Gebäudes im Rahmen der Städtebauförderung vorzunehmen. „Von den geplanten 1,3 Millionen Euro an Baukosten erhielten wir so 90Prozent oder 1 185 000 Euro aus dem Fördertopf „Soziale Integration im Quartier“. Das ging nur mit Hilfe der Politiker, die uns immer unterstützt haben“, dankte Kramer Silvia Breher und Christoph Eilers.

Nun sei das Nutzungskonzept entwickelt und Künstler gebucht. Als einziger Verein erhalte der Heimatverein mit der Heimatstube und dem Spitzboden als Archiv feste Räume. Alle anderen Interessenten – Verein, Gruppen, Institutionen – könnten das Bürgerhaus nutzen. Vorher müsse der Termin mit der Sozialkoordinatorin der Gemeinde, Verena Rammler, abgesprochen werden. Aber auch das Standesamt der Gemeinde befindet sich nun im Bürgerhaus.

„Menschen sollen kommen und hier einkehren. Das Haus soll Heimat werden. Heimat ist da, wo ich gerne bin“, so Pastor Jürgen Schwartz, bevor er mit Pfarrer Günter Mleziva die neuen Räumlichkeiten einweihte. Patricia Bonney, Dezernatsleiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung, gab einen kurzen Rückblich zur Dorferneuerung in Lastrup, die eigentlich auf den Bau der Umgehungsstraße 2005 zurückgehe. „Wenn der Verkehr nicht mehr durch den Ort fließt, fragt man sich: Was macht man mit der Durchgangsstraße? Von der Idee bis zur Verwirklichung hat es aber noch lange gedauert. Ein Ziel war es, das Miteinander zu gestalten. Das ist mit diesem Gebäude sehr gut gelungen“, so Bonney. […]                                                                                                                                          Mit einem Film „Zwei Jahre Bauzeit in 20 Minuten“ erinnerten die Verantwortlichen an die Geschichte der Sanierung, bevor in Kleingruppen das Gebäude besichtigt werden konnte.

„Lokales Engagement ist dringend nötig“ Buchautorin und Kabarettistin Katinka Buddenkotte sieht Kulturszene durch die Coronakrise gefährdet.

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Auszug aus einem Interview vom 28.07.2020                                                   Text: Georg Meyer; Foto: palmpictures

Die Kölnerin eröffnet das Programm der Lastruper Kulturscheune – sofern nichts dazwischenkomme, schränkt sie ein. Eine zweite Viruswelle wäre für Freischaffende verheerend.

Katinka Buddenkotte, ist das eigentlich Ihr richtiger Name?

„Ja. Wer käme auch schon auf solch einen Künstlernamen? Mein Freund sagte mal, es klingt, als würde eine Elfe die Treppe herunterfallen. Aber in Münster, wo ich herkomme, ist der Name natürlich nichts Ungewöhnliches.“ […]

Der Titel Ihres aktuellen Programms lautet „Liebling der Schwerkraft“. Worum geht es?

„Die Grundidee war, dass ich eine Astronautin bin, die ihr Raumschiff verpasst hat. Die Texte handeln natürlich vom Alltag und von Beobachtungen, die ich mache. Das ist ja auch Teil meines Berufes, beobachten. Sonst käme ja nichts rein. Das Programm hat zwar einen roten Faden, trotzdem werde ich die eine oder andere Stelle sicherlich noch anpassen und aktualisieren. Die Zuschauer kriegen dann sozusagen eine Sonderedition zu sehen.“ […]

Was meinen Sie, wird es einmal wieder eine Normalität wie vor Corona geben?

„Ganz so wie davor, kann es nicht mehr werden. Viele kleine Bühnen kämpfen ums Überleben. […] Es ist also dringend nötig, sich lokal um die Kultur zu engagieren […]. Ich hoffe, dass daraus etwas Neues, Positives entsteht. […] wir freie Bühnenkünstler konkurrieren ja auch um die begehrten Auftritte. Trotzdem möchte ich, dass alle wieder zurückkommen, vielleicht mit neuen Themen und neuen Ideen…“

…und sonst?

„Solidarität ist wichtig. Vieles Zwischenmenschliche fand in den vergangenen Wochen aus der Entfernung statt. […] Wir müssen deshalb lernen, unsere sozialen Konflikte anders zu gestalten, um sozial zu bleiben.“

Das ganze Interview gibt es ungekürzt auf der Homepage der Münsterländischen Tageszeitung.

Auszug aus MT vom 24.07.2020 | Georg Meyer

Programm für den Herbst steht bereits / Bürgerhaus wird am 8. August unter Corona-Bedingungen eingeweiht

Lastrup (gy). Bald ist es soweit: Am Samstag, 8. August, wird das neue Bürgerhaus in Lastrup eingeweiht. Es kann von da an als neues Kulturzentrum der Gemeinde genutzt werden. Im September wird auch die erste Künstlerin auf der Bühne stehen.
Bürgermeister Michael Kramer sieht der Eröffnungsfeier bereits mit Vorfreude entgegen.
Anders als ursprünglich geplant, findet die Veranstaltung aber unter strengen Corona-Einschränkungen statt. Ein großes Familienfest für alle Bürger wird es also nicht geben. Es soll aber zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden. Stattdessen hat die Gemeinde Einladungen verschickt. Die Teilnahme an der Einweihung ist nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung möglich, die bis zum 3. August vorliegen muss. Nach dem offiziellen Teil werden die Besucher gruppenweise durch das neue Haus geführt.
Inzwischen ist die Einrichtung weitgehend vollständig. Auch das Trauzimmer ist fertig und bereits vom Gemeinderat für die künftigen Zeremonien freigegeben worden. Schon am heutigen Freitag findet dort die erste Trauung statt. Die übrigen Aktivitäten sollen aber erst nach dem 8. August beginnen. Auch die Mitglieder des Heimatvereins müssen sich bis dahin gedulden. Sie werden im Obergeschoss über ausreichend Platz für ihre Arbeit verfügen und können darüber hinaus im Dachstuhl ein Archiv einrichten (MTberichtete).
Während die Vorbereitungen für die Einweihungsfeier laufen, tüftelt Verena Rammler im Rathaus am neuen Kulturprogramm. Coronabedingt wird es im Herbst starten, doch die ersten Auftritte in der neuen Kulturscheune des Bürgerhaues stehen bereits fest. Den Auftakt macht am Freitag, 18. September, die Romanautorin und Kabarettistin Katinka Buddenkotte. Sie wird aus ihrem Buch „Liebling der Schwerkraft“ lesen. Am Freitag, 2.Oktober, folgt Liedermacher El Mago Masin. Und mit Johannes Floehr setzen die Lastruper am 7. November noch einmal einen humoristischen Höhepunkt. Dessen Mischung aus Slamtexten und eigenen Buchauszügen ist laut Süddeutscher Zeitung „das Lustigste, was derzeit auf deutschen Bühnen zu finden ist!“ Karten für die einzelnen Auftritte sind ab August im Rathaus zu haben.
Verena Rammler ist überzeugt, bei allen dreien den richtigen Griff gemacht zu haben.
Sie war im Frühjahr eigens zur Internationalen Kulturbörse nach Freiburg gereist, wo sich
Künstler aus allen Himmelsrichtungen präsentierten und direkt gebucht werden konnten. Die meisten von ihnen dürften in diesem Jahr nur wenige Auftritte gehabt haben. Verena Rammler ist zuversichtlich, dass die Lastruper Veranstaltungen wie geplant stattfinden können.
Ohne Einschränkungen wird es auch dann nicht gehen. Maximal 60 Plätze dürfen belegt werden. Gäste können in Zehnergruppen zusammensitzen. Der Stimmung in der Scheune wird das aber keinen Abbruch tun. Dafür sollten die Protagonisten auf der Bühne schon sorgen. „Wir haben uns alle Programme angeschaut und uns vor Lachen weggeschmissen“, verrät Rammler.

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